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Freitag, 5. April 2019

Im Himmel Ugandas


Moin zusammen!

Die ersten Tage nach der großen Reise waren sehr aufregend für uns, da wir endlich wieder zurück in unserer vertrauten Heimat angekommen waren. Wir konnten uns wieder verständigen und anstatt Kiswahili unsere überaus guten *hust* Luganda-Fähigkeiten auspacken, wir waren endlich wieder mit der Währung vertraut und konnten auch endlich wieder nach 6 Wochen eine langersehnte Rolex essen. (Kurze Erklärung: Eine Rolex ist ein Chapati mit einem Omelett und Tomaten drin und gehört zu unserem Lieblings Fast Food Essen in Uganda). Das aller Beste an der Rückkehr war aber natürlich alle Leute wieder zu sehen und zu begrüßen, da wir unsere Gasteltern Stephen und Annet, unseren Mentor William und viele weitere Personen über die Zeit total vermisst hatten. Bei unserer Rückkehr haben wir dann auch gleichzeitig ein neues Gesicht kennengelernt, und zwar Tina, unsere Kurzzeit-Volontärin, welche dann bis ende März den Alltag mit uns geteilt hat.


Tinamazing <3

In den ersten Tagen haben wir uns dann erst wieder richtig eingelebt und Tina die verschiedensten Dinge gezeigt, da eine kleine Starthilfe bezüglich: Welches Taxi nehme ich? Wie teuer ist diese Boda Fahrt? Wie viel Euro sind 10000 Schilling? usw. doch immer recht praktisch ist. Dabei konnten wir unser seit 6 Monaten angearbeitetes Expertenwissen endlich unter Beweis stellen.

Schnell ging es dann auch zurück zur Schule, obwohl das Leben dort in der Zeit von Ende Januar bis Anfang Februar noch sehr ruhig war und wir noch nicht allzu viel zu tun hatten. Die Schüler waren noch in den Ferien und die Lehrer bereiteten sich auf das neue Schuljahr vor. Hier in Uganda sind die großen Schulferien nämlich immer im Dezember und Januar und das neue Schuljahr beginnt Anfang des Jahres. Wir halfen also ebenfalls bei der Vorbereitung mit, indem wir zahlreiche Plakate für den Unterricht gestalteten und unseren Stundenplan zusammenstellten. Wir konnten es aber kaum erwarten, bis die Schule wieder richtig losging und wir alle Schüler, welche nach und nach eintrudelten, wiedersehen konnten. Außerdem wurde unsere "Freiwilligen-Gang" noch größer da wir vier neue lokale Volontäre begrüßen durften die mit uns zusammen die folgenden Monate an der Schule arbeiten werden.

Passend zum Schulbeginn hatten wir dann noch einmal Besuch und zwar von Babsi, welche hier 2014/2015 Freiwillige war. Das war natürlich besonders schön, und zwar nicht nur weil man zu viert in unserem Freiwilligenhaus am besten Doppelkopf spielen kann, sondern weil wir zusammen auch gerne kreativ geworden sind. Zu viert haben wir unseren Schlafsaal noch ein wenig weiter mit den Silhouetten der Kinder verschönert, was im Oktober bereits begonnen wurde.

Home sweet home 

Als die Schule dann endlich wieder richtig losging, haben wir anfangs noch sehr viel Zeit in der Baby Class verbracht. Dort haben wir versucht die neuen, ca. 2-3 jährigen Kinder, für welche das „Schulleben“ noch total neu war und welche natürlich noch gar kein Englisch sprechen konnten, in ihrer allgemeinen Überforderung zu helfen. Parallel stand für uns aber auch wieder der gewohnte Stundenplan an, welcher hauptsächlich aus Drawing-, Writing-, Social Studies-, Englisch- und Library-Stunden besteht.

Mini Kino für Mini Menschen

Nach ein paar Wochen Schulalltag ging es für uns vier Mzungus (ursprüngliche Übersetzung: Reisende) dann für ein Wochenende lang zusammen mit Stephen, Annet und William in den Norden Ugandas, nach Gulu.
In Gulu haben wir ein Projekt besucht, welches durch die St.Mauritz Gemeinde in Münster unterstützt wird. Wir wurden dort sehr herzlich von Father Cyprian empfangen, welchen wir schon durch unseren damaligen Aussende-Gottesdienst in Münster kennengelernt hatten. Father Cyprian hat uns dann das ganze Gelände gezeigt, welches ebenfalls aus einer Nursery- und Primary School, einem Schlafsaal aber auch einer Kirche und sehr großen Krankenhausabteilen besteht. Der Grund für unseren Besuch war, dass in Gulu bald auch Freiwillige des Bistums Münster arbeiten werden und Stephen und Father Cyprian eine Freundschaft zwischen ihren Schulen herstellen wollen.

Wir haben in Gulu von allen Leuten unglaubliche Gastfreundschaft erfahren, wir wurden zum Essen eingeladen und haben uns wirklich, wie die lugandische Übersetzung des Wortes „Gulu“ besagt, wie im Himmel gefühlt. Eine Schwester aus dem Projekt hat uns am darauffolgenden Tag ebenfalls noch eine kurze Stadttour durch Gulu gegeben, bei welcher wir von der großen Kapelle über Priester-Seminar Häuser bis hin zu einem Besuch beim Bischof viel gesehen haben. Es war ebenfalls wieder sehr interessant zu merken, wie groß die Unterschiede zwischen den verschiedenen Regionen Ugandas sind. Gulu gehört im Gegensatz zu Kampala zu einem ganz anderen Stamm, man spricht dort nicht Luganda sondern Acholi und auch das Klima war viel heißer als in unserer Region.

Pinke Kirche

Am letzten Tag unseres Wochenendes haben wir zusammen mit Tina, Babsi und unseren Gasteltern noch den Kidepo- Nationalpark erkundet, welcher sich sehr nördlich, an der Grenze zum Süd-Sudan befindet. Wir bemerkten dort, dass die Beschreibung des „schönsten Nationalparks Ugandas“ definitiv zu trifft, auch wenn wir leider mal wieder keinen Löwen entdecken konnten.

Wie sie sehen, sehen sie keinen Löwen

Im neuen Schuljahr soll nun noch viel mehr Wert auf Projektarbeit gelegt werden und viele Lehrer sollen in verschiedenen Punkten noch weiter ausgebildet werden. Deshalb gab es für uns nicht nur ein Wochenend-Seminar zum Thema Projektarbeit und der Rolle des Lehrers, sondern auch eine Study Tour. Mit allen Lehrern ging es zum Queen Elizabeth National Park mit Zwischenstopp am Equator. Bei dieser Tour sollten alle Lehrer ihren Horizont erweitern, damit sie in ihren Unterrichtsstunden auch mal von ihren eigenen Erfahrungen berichten können und nicht nur ihr ganzes Wissen aus ihren Büchern bekommen. Dementsprechend wurde sich auch gut auf diesen Ausflug vorbereitet, in dem wir bei diversen Lehrer-Meetings viele Fragen an unsere Guides im Nationalpark gesammelt haben.
Nach gut 13 Stunden Fahrt, sind wir dann in unserem Studenten-Hostel angekommen und haben dann noch gemeinsam unser Abendessen gekocht, um uns für den nächsten Tag zu stärken.

Nie ohne mein Team! - Unsere Freiwilligen-Gang

Ach das? Ja das ist ein Elefant!

Um halb 8 ging es dann Samstag los mit einer Safari durch den Nationalpark. Dabei wurden unsere zuvor gesammelten Fragen über die Flora und Fauna des Parks beantwortet und alle waren sichtlich beeindruckt, das was sie im Unterricht lehren auch einmal in echt zu sehen. Nachmittags wurden auch die zahlreichen Fragen über den Kazinga-Channel hautnah auf demselben beantwortet.

Später wurde der ganze Tag noch einmal gemeinsam in einer gemütlichen Abendrunde reflektiert und verschiedene Kenntnisse und Meinungen wurden ausgetauscht. Bei der Tour zum Nationalpark haben wir Lehrer nicht nur viel Neues gelernt, sondern wir sind auch alle besser als Team zusammen gewachsen.

Als wir alle zusammen dann Sonntag Abend wieder in Lukumbi an der Schule angekommen waren, wurden wir von den besten Schülern der Welt so freundlich mit Jubelschreien empfangen, wie wir es noch nie zuvor erlebt hatten und wir haben uns gefragt, wie sich ein Schüler so sehr freuen kann, seine Lehrer wieder zu sehen.

Hurra die Lehrer sind zurück!
Bis dahin, haltet die Ohren steif,

Marie und Sarah


Samstag, 16. März 2019

Hakuna Matata!


 Hallöchen,

Warnung! Dieser Blog Eintrag ist lang geworden, sehr lang. Aber wir haben auch verdammt viel erlebt. Also schnappt euch eine Tasse Tee, legt die Füße hoch und lest das hier ganz entspannt. Geheimtipp für die ganz Faulen: Der letzte Abschnitt fasst eigentlich alles ganz gut zusammen. 
Also tugende:

Als wir an einem lauen Trockenzeit-Abend Anfang Dezember die Schule verlassen und uns auf den Weg zu unserer großen Reise gemacht haben, ahnten wir vielleicht schon, dass auf uns aufregende Wochen warten würden, aber wie abenteuerlich, lehrreich, verrückt und wunderschön die folgenden 6 Wochen wirklich werden sollten hätten wir uns wohl vorher nicht ausmalen können.

Der endgültige Abschluss des Schulterms und damit die Einläutung unserer Ferien haben wir zusammen mit dem kompletten Staff bei unserer Weihnachtsfeier zelebriert, welche wir, sehr Dezember untypisch, auf freier Fläche um ein Lagerfeuer veranstaltet haben. Bevor die Tanzfläche offiziell eröffnet wurde hat sich jeder schon einmal eingestimmt indem er sein Wichtelgeschenk zu seinem „secret friend“ getanzt hat, gerne auch mit Unterstützung weiterer tanzender Staff-Mitglieder. Als das gröbste dann vorbei war musste auch manch einer noch packen (vielleicht auch eher nur wir) bevor wir uns dann nachts, frohen Mutes, auf den Weg Richtung Nairobi, der Hauptstadt Kenias, machen konnten. 


Ob zu Fuß oder auf dem Boda unser Backpack war immer dabei!


Nach 14 Stunden Bus Fahrt sind wir trotz, oder grade wegen, zahlreichen Vorwarnungen wie sehr wir in Nairobi aufpassen müssen in unserem Hotel angekommen. Dort haben wir schon schnell die ersten Unterschiede bemerkt und dank mangelnder Vorrecherche, auch sofort ein paar Verwirrungen auf Grund der Währungs-Umstellung auf Kenia- Schilling gehabt. Wenn nämlich 4200 Uganda Schilling einen Euro darstellen, dann klingen 4000 Kenia-Schilling gar nicht mal so viel, obwohl wir dann schon im 30 Euro Bereich angekommen sind. Als die ersten Schwierigkeiten aber überwunden waren und auch die erste Skepsis, die von allen Seiten Nairobi entgegengebracht wurde abgelegt wurde, hatten wir zwar eine kurze, aber sehr erlebnisreiche Zeit in Kenia. Wir haben Baby-Elefanten im David Sheldrick Elefantenwaisenhaus gestreichelt, einer Rothschild Giraffe einen kurzen aber dafür sehr rauen Kuss gegeben und mehr oder weniger freiwillig einen kenianischen Stammestanz mitgetanzt.

Nicht nur Babyelefanten, sondern auch ein Baby-Nashorn konnten wir bewundern 


Danach hat uns der nächste Bus, einer von sehr vielen auf dieser Reise, zu unserem Hauptziel gebracht: Tansania, genauer: Moshi. Dort hat uns ein Bajaji (eine Art kleines Auto, um welches wir, trotz uganischem Nationalstolz, die Tansanen augenblicklich beneideten) zu unserem Hostel gebracht, wo wir dann nach einer gefühlt sehr langen Zeit das erste Mal wieder auf die Sumbawanga-Freiwilligen getroffen sind. Dementsprechend hatten wir uns natürlich viel zu erzählen. Das war damit der Beginn einer wunderbaren Freundschaft die durch die folgenden Tage besiegelt wurde. In Moshi haben wir zunächst eine Mountainbike Tour bis zu den Hot Springs gemacht wobei die Tour, die teilweise durch Massai-Dörfer und durch atemberaubende Natur mit Blick auf den Kilimanjaro ging, die Hot Springs selber schon beinahe übertroffen hätte.

Hinweis: In echt war es dort vieeeeel schöner!

Von dort aus ging es dann, mit unserer noch überschaubaren Reisegruppe, zunächst nach Lushoto, einer kleinen Berg-Stadt, dessen zahlreiche Wandermöglichkeiten wir nur beschränkt, aber dafür zielgerichtet ausgenutzt haben, dort gab es nämlich unglaublich guten Käse.

Dann sind wir weiter nach Tanga, wo wir das erste Mal erleben durften, wie es ist wenn die Hauptbeschäftigung des Tages Schwitzen ist. Trotzdem haben wir tapfer die Stadt ein wenig erkundet, wobei wir durchgehend sehr froh über unsere Mitreisenden waren die, im Gegensatz zu uns, dem Kiswahili mächtig sind. Dies ist in Tansania die Amtssprache und wird deshalb überwiegend gesprochen. Mit unserem Englisch kommt man dagegen zwar zurecht, aber auch nicht unbedingt allzu weit. (Funfact am Rande: Der aus "König der Löwen" bekannte Ausruf: Hakuna Matata kommt ursprünglich aus dem Kiswahili, wird jedoch meist nur für die Touristen verwendet.)
Davon abgesehen sind uns in diesen ersten Tagen in Tansania auch schon einige andere kulturelle Unterschiede aufgefallen. Allgemein kann man wohl sagen, dass Tansania etwas „striktere“ Regeln hat, als das zumindest in unserem Gebiet in Uganda der Fall ist. Die Knie zu zeigen ist in vielen Gebieten relativ tabuisiert und während das Heben der Augenbrauen bei uns als Zeichen für „Ja“ verstanden wird, sollte man in Tansania aufpassen: Hier wird es als eindeutiges Flirt-Signal interpretiert. Da ist es natürlich ungünstig wenn man es sich in Uganda angewöhnt hat und dann Urlaub in Tansania macht...

Links: Bajajis!

Der nächste Bus hat uns dann nach Dar es Salam gebracht, einer Millionen Stadt an der Küste von Tansania in der das Wort schwitzen dann doch noch mal eine ganz andere Bedeutung bekommen hat. Dort haben wir dann nach und nach unsere Reisegruppe vergrößert. Zunächst sind die Ruanda Freiwilligen dazu gestoßen, mit denen wir auch Dar es Salam noch ein wenig entdecken konnten. Zum Beispiel der riesige Mitumba (also ein Kleider-Markt mit second-hand Klamotten für einen Spottpreis) hat es uns Nicht-Tansanen, die diese Mitumba-Kultur noch nicht kannten, natürlich angetan. Aber auch die mit einer Fähre in ein paar Minuten erreichbare Halbinsel mit ihrem Traum-Strand, hat uns allen eine sehr gewünschte Abkühlung verschafft und die Vorfreude auf unseren Sansiabar-Aufenthalt nur weiter geschürt. Anschließend kamen die Iringa-Freiwilligen sowie die Südafrikaner hinzu, sodass wir dann zu vierzehnt auf dem Dach des Holliday-Hostels die Aussicht auf die Stadt genießen und uns gegenseitig die größten Erlebnisse mitteilen konnten.

Winter, Sonne, Sonnenschein!

Alle zusammen sind wir dann mit der Fähre nach Sansibar übergesetzt, wo wir die erste Zeit in Stonetown verbracht und dort sogar ein wenig Kultur Programm mitgemacht haben. Wir haben zum Beispiel das Skalvenmarkt-Museum besucht und eine Gewürztour mitgemacht, dank der wir jetzt alle endlich wissen, wo genau der Pfeffer eigentlich wächst. Außerdem konnten wir uns auch nicht entgehen lassen nach Prison Island rüber zu setzen, vor allem um den dort lebenden riesen Schildkröten einmal nahe zu sein. 

"Touris sind immer noch die Anderen"

Ja mai is des liab!

Das nächste Ziel für uns war unser Hostel in Paje, von dem aus wir ca. 10 Minuten Fußweg zum Strand hatten und wo wir dann auch unser Weihnachtsfest verbracht haben. Für uns alle war es das erste Weihnachten ohne unsere Familien und auch das erste mit Lagerfeuer am Strand. Jedoch kamen durch die anderen Freiwilligen, die in den letzten Wochen schon ein bisschen zur Familie geworden waren, sowie durch das Weihnachtslieder singen beim Wichteln am Feuer, dann doch ein paar kleine Weihnachtsgefühle hoch. Sicher ist jedoch, das war ein Weihnachten das wir alle so schnell nicht vergessen werden.
Für Silvester sind wir dann noch auf die quasi andere Seite Sansibars gefahren um dort DIE Party Ostafrikas zu besuchen. DIE Party war auch tatsächlich ganz gut und zum neuen Jahr einfach ins Meer zu rennen bleibt auch allgemein ein Erlebnis für sich.

Leise rieselt der Sand...
Nach den Tagen voller Strand und Sonne wurde es dann im neuen Jahr recht schnell wieder ein wenig ernster. Des Nachts haben wir Sansibar den Rücken gekehrt und kamen am nächsten Mittag pünktlich zu unserem Zwischenseminar in Bagamoyo an. Dort haben wir zahlreiche Themen von Klimawandel über Kolonialismus behandelt, einen kritischen Blick auf den Freiwilligendienst an sich geworfen, sowie unsere bisherige Zeit reflektiert und unsere verbleibende strukturiert. Es gab also einiges zu tun, aber trotzdem konnten wir es uns natürlich nicht entgehen lassen in der örtlichen Karaoke-Bar unsere Gesangstalente zu entdecken und auf dem Rückweg von der selben auch gleich versehentlich einen fremdem Geburtstag zu stürmen. Vor allem aber auch die regelmäßigen Warm-ups, wie das überall stets beliebte „Bäm, bäm, bäm“ haben uns, trotz andauernder Hitze, bei Laune gehalten. Abgeschlossen haben wir das Seminar dann mit unserem bunten Abend, wobei alle bei der Quizshow „Bagamoyo-Kings“ noch ihre Talente zeigen konnten. Schlussendlich haben wir uns dann sehr bestärkt gefühlt und uns von allen sehr rührend verabschiedet, da sich unsere Gruppe damit aufgeteilt hat (wobei uns teilweise erst später klar wurde, dass wir jeden Einzelnen in den nächsten Tagen doch noch sehen würden).

Unser Weg trieb uns, dank schlechtem Informieren im Vorhinein (okay, wir hätten auch einfach mal nachfragen können) zu einer 25! stündigen Busfahrt, mit dem Ziel uns Sumbawanga anzugucken. Das haben wir dann auch getan, vor allem das Waisenheim, sowie die Berufsschule in denen unsere Sumbawanga Freiwilligen arbeiten waren sehr interessant. Als wir dann zwei Tage später die nächste 11 stündige Busfahrt Richtung Iringa auf uns nahmen, waren wir zwar recht müde aber voller Eindrücke von Sumba.

Projektbesuch in Sumbawanga

In Iringa war ebenfalls unser Hauptziel die Projekte ein wenig kennen zu lernen, deshalb haben wir das Matumaini-Center, für Frauen in schwierigen Situationen, sowie die St.Dominic School unserer Iringis besucht. Außerdem haben wir in den Tagen die Zeit mit unseren Mitfreiwilligen und auch Teamern, ein wenig ausklingen lassen, wobei wir uns nach und nach tatsächlich von allen verabschieden mussten. Das fiel uns nach den ganzen gemeinsamen Erlebnissen natürlich überhaupt nicht einfach. 

Der Hartz in Iringa
Letztendlich waren dann noch die Ruandis und wir übrig. Wir haben uns dann zusammen über Dar es Salam auf den Weg nach Kigali, der Hauptstadt Ruandas gemacht, wo wir uns ebenfalls das Projekt, also in diesem Fall ein Center für Menschen mit Behinderungen, angeguckt haben. Außerdem haben wir, zumindest im schnell Durchlauf, die Stadt ein wenig erkundet. Natürlich war es auch wieder total interessant die Unterschiede zwischen den Ländern zu sehen oder zumindest zwischen den Städten, da Kigali, zumindest im Vergleich zu Kampala, seinen Ruf als sehr saubere Stadt auf jeden Fall verdient. Auch sprachlich gesehen gab es natürlich wieder erste Verwirrungen, da wir uns in den letzten Wochen dann schon den ein oder anderen Brocken Kiswahili angeeignet hatten. Dies konnten wir in Kigali dann natürlich wieder überhaupt nicht gebrauchen, da dort die meisten Leute Kinyarwanda, Englisch und/oder Französich sprechen.

Dann sind wir letztendlich in unseren, fürs erste, letzten Bus gestiegen. Dieser ging dieses Mal zurück nach Uganda, worauf wir uns mindestens genau so gefreut haben, wie auf den Start der Reise. In den vorangegangenen Wochen haben wir ca. 4 Tage nur im Bus verbracht, so viel geschwitzt wie noch nie, wenig geschlafen und uns quasi nur von Chipsi Mayai ernährt (Tansanisches Fast Food, Pommes im Ommlet). Wir haben einen Kobra Angriff gemeistert, festgestellt, dass Seeigel zwar unangenehm aber nicht tödlich sind, dass mit dem Back Pack Boda  fahren eine Kunst für sich ist und dass Schildkröten scheinbar auch durch die Klospülung hoch kommen können... Wir durften in die Kulturen von vier verschiedenen Ländern eintauchen und haben wohl unzählige neue Erfahrungen, Erlebnisse und Begegnungen gesammelt. Es war eine unglaubliche Zeit, aber letztendlich war wohl mit das schönste, endlich wieder nach Hause zu kommen und die Freude darauf, dass ganz bald auch endlich wieder unsere Kinder das Schulgelände beleben werden.

Eure Sarah und Marie

Mittwoch, 5. Dezember 2018

Das Jahr neigt sich dem Ende zu...

Hallo zusammen,
wir sind es wieder und haben wieder viel zu berichten.

Direkt nachdem die Bocholter Gruppe uns verlassen hatte, ließ das nächste große Ereignis nicht lange auf sich warten. Schon am nächsten Tag waren wir zu einer traditionellen „Introduction Ceremony“, also einer Verlobungsfeier eingeladen. Dies ist in Uganda bevor man heiratet nicht wegzudenken und wird fast so groß gefeiert, wie die Hochzeit selber. Bei der Feier stellt der Bräutigam seiner Familie seine zukünftige Braut bzw. die Braut ihren Bräutigam offiziell vor. Dabei muss natürlich auch der entsprechende Dress-Code beachtet werden, für die Männer hieß es „Kanzu“, ein bodenlanges Gewand unterm Jacket und für die Frauen war der traditionelle „Gomes“ angesagt, wo natürlich auch wir nicht drum herum kamen. Die Gäste sind dabei in Bräutigam- und Braut-Seite eingeteilt. Da wir die Gäste des Bräutigams waren, sind wir erst später herein gekommen und haben uns dementsprechend auf die Seite des Bräutigams gesetzt. Dieser hatte auch seinen eigenen Moderator, der zusammen mit dem Moderator der Braut-Seite den Tag geleitet hat. Bevor wir uns das Programm angeschaut haben, konnten wir erst einmal das riesige Buffet mit allen ugandischen Speisen plündern und den frisch gepressten Saft genießen. Das Programm bestand zum größten Teil daraus, dass die beiden Moderatoren miteinander geredet haben, was genau konnten wir leider nicht verstehen, da die ganze Feier in Luganda war. Bevor die riesige Geschenkübergabe, bei der z.T. sogar ein Kühlschrank oder ein Auto verschenkt wurde, begann, kam auch endlich die Braut herein. Das zukünftige Brautpaar hat getanzt, den Kuchen angeschnitten und nach weiterem Programm ist die Seite des Bräutigams schon gegangen, während die Braut-Seite noch bis in die Nacht weiter gefeiert hat.

Traditioneller Gomes, traditionelle Geschenkübergabe

Nach diesem Erlebnis ging es für uns dann wieder zur Schule, wo wir uns gefreut haben wieder zu unterrichten. Dort haben wir dann auch direkt mit weiteren Stunden angefangen. Wir haben beide mehr Drawing Stunden übernommen, sodass wir bisher den Kunstunterricht von der Baby Class bis zur P5 abgedeckt haben. Mit den älteren Schülern konnten wir somit auch kleinere Bastelprojekte starten, wie z.B. das Basteln von Weihnachtstüten oder Tieren aus Klopapierrollen. 

 
Drawing Stunde in der P3
Außerdem wurden wir von den neuen Büchern ermutigt, Library-Stunden zu starten. Das heißt wir gehen mit den Klassen P3-P6 einmal wöchentlich in die Bücherei, lesen dort Bücher zusammen oder auch einzeln und besprechen sie im Anschluss, um  zu zeigen, dass Lesen auch Spaß machen und ein Hobby sein kann. Zu den jüngeren Schülern gehen wir dafür weiterhin abends in den Schlafsaal. Außerdem hat Marie in der dritten Klasse inzwischen auch mit dem Englisch-Unterricht angefangen, womit sie dann im neuen Term weitermachen möchte.

Hohe Konzentration beim Lesen

Wie jedes Jahr an der Schule im November wurden auch jetzt wieder die Prefect-Wahlen für das nächste Jahr durchgeführt, d.h. es wurden verschiedene Schüler in verschiedene Ämter gewählt. Dabei gab es nicht nur Posten wie den Headboy bzw. das Headgirl (Schulsprecher), sondern auch den Religious Prefect, den Time Keeper oder den Sanitary Prefect, die alle dafür gewählt werden um auf verschiedene Weise für Ordnung am Schulgelände zu sorgen. Am Tag vor der Wahl gab es dann Wahlkampagnen, bei denen alle die zur Wahl antraten, was auch schon Erst- und Zweitklässler waren, ihre Wahlreden hielten. Trotzdem bleibt es fraglich, ob Versprechungen wie Computer für die ganze Schule, eine große Party für alle oder der Bau einer Moschée wirklich umgesetzt werden können. Bei der Wahl wurde dann echte Demokratie gelebt, durch die anonyme und freie Stimmzettelabgabe. Letztendlich wurden alle Posten belegt und wir können nur noch sagen: „Lang lebe unser Headboy Angeyo!“

Wahltag

Langsam aber sicher neigte sich das Schuljahr dann auch dem Ende zu, eingeleitet mit dem Abschluss der P7. Zuvor hatte die P7 ihre Primary Leaving Examen geschrieben, die sogar strenger bewacht wurden als unsere Abiturprüfungen. Der komplette Bereich um den Prüfungsraum herum wurde abgesperrt, es kamen unabhängige Lehrer zum überwachen und vorher wurden mehrere Verhaltenseinweisungen gegeben. Als das dann aber geschafft war hatten unsere zukünftigen Secondary Schüler dann jeden Grund zum Feiern. Ihr Klassenlehrer hat für sie einen kleinen Ausflug zu einem Strand in der Nähe organisiert, bei der Abschlussreden gehalten, getanzt, geschwommen und das mitgebrachte Essen genossen wurde. 

Unsere P7

Als die anderen Schüler dann auch endlich ihre Abschlussexamen geschrieben hatten, war an der Schule schon Ferienstimmung im Anmarsch, die wir genutzt haben, um ein paar Aktivitäten zu starten. Wir haben Pizza gebacken, Völkerball gespielt und an einem Tag auch das Chaosspiel für alle Schüler organisiert, bei der wir Team Sarah am Ende feierlich ihre Siegermedaillen überreicht haben.

Stolze Sieger

Um die Kinder auch bei diesem Wetter in Weihnachtsstimmung zu bringen, hatten wir einen Adventskalender organisiert (der aber schon im November anfing), Weihnachtsfilme geschaut und mit der ehemaligen Kurzzeitfreiwilligen Katharina und ihren Eltern – die für drei Tage zu Besuch waren – Weihnachtsplätzchen gebacken.

Adventskalender (im November)

Bevor wir die Kinder komplett verabschiedet haben, gab es dann noch eine Abschlussparty. Dieses Mal aber für unsere Top Class, die ihre Kindergartenzeit nun absolviert hat. Es gab eine riesige Fete, zu der auch viele Eltern gekommen sind, um das Können ihrer Kinder auf der Bühne zu beobachten. Auch unser mit den Internatsschülern einstudierter „Thank you“-Song wurde mit Bravour vorgeführt. Mit der Zeugnisvergabe und dem anschließenden Essen endete der Tag und auch das Schuljahr für unsere TopClass Schüler, die mit ihren Eltern nach Hause gefahren sind. 
 
Die Kleinen ganz groß

Die anderen Kinder haben uns dann am nächsten Tag verlassen, um die nächsten zwei Monate ihre wohlverdienten Ferien zuhause zu verbringen.
Ab nach Hause
Auch für uns beginnt bald unsere große Reise, doch vorher freuen wir uns auf die Weihnachtsparty mit dem vollständigen Schulpersonal, von dem schon jeder gespannt ist, wer sein Wichtelpartner sein wird (hihihi Sarah hat Tr.Meble).

Bis zum nächsten Mal,
Sarah und Marie

Sonntag, 4. November 2018

Die Bocholter-Gruppe & 10 Jahre ECS


Hallo Freunde,

Am Montag den 15.10 war es endlich soweit, die lang erwartete Gruppe aus Bocholt, bestehend aus 23 motivierten Interessierten, ist an der Ewaldi Community School angekommen. Die ganze Schule war aufgeregt und begrüßte die Besucher direkt mit Trommelschlägen und Gesang, was die ein oder andere Freudenträne hervorbrachte. Weiter ging es dann auch sofort mit einem Gottesdienst in dem der ugandische Pfarrer, mit seiner sogar teilweise deutschen Predigt, auf Begeisterung stieß. Der erste Tag der Gruppe an der Schule wurde dann mit Vorstellungen, planen der Woche, einer Schulrundführung und dem allgemeinen Ankommen verbracht.
Die folgenden Tage nutzten die Mitglieder dann für ihre schon in Deutschland geplanten Projekte, wobei die Lehrer, die Schüler wie auch wir tatkräftig mitgeholfen haben. Dabei gab es dieses Jahr, abgesehen von der Müllsammelaktion in Busunju, der Nachbarstadt, kein großes Projekt, aber dafür sehr verschiedene kleinere Projekte.

Müllsammeln in Busunju- alle halfen mit

Ein Teil der Gruppe hat ihre Zeit genutzt um den gerade erst eröffneten Schlafsaal zu verschönern. Mit bunten Farben wurden die Silhouetten einzelner Kinder an die Wände des Flurs gemalt. Außerdem wurden auch die Malerarbeiten am neuen Kindergartengebäude unterstützt (Danke Michael).

Eine Wand des Dorms
Richtig malocht wurde auch von ein paar starken Männern, die am Ende der Woche ein neues Spielgerät für die Kinder fertig gebaut hatten.
Auch unsere Computer-Crew hat einen wichtigen Job geleistet in dem sie die gespendeten Computer für unser Lehrerteam fertig gemacht haben und manchen Lehrern auch eine Einführung in Excel, dem 10-Finger-Schreiben und ähnlichem gegeben haben.

Computer-Nachhilfe
Natürlich hatten wir nicht nur starke Männer, sondern auch starke Frauen z.B. die die im Kindergarten gearbeitet haben. Dort haben sie sich mit den Lehrern über die verschiedenen pädagogischen Ansätze ausgetauscht und gemeinsam neue Lernmaterialien erstellt. Dabei hat nicht nur die ugandische Seite etwas gelernt, sondern auch die Deutschen, die jetzt z.B. wissen, wie man aus Bananenblättern einen Ball baut, haben viel mitgenommen.

Gemeinsames Materialien basteln in der Nursery
Ein weiteres Projekt war das der drei Damen in der Bücherei. Sie haben im Vorhinein zahlreiche Bücher für die Schule besorgt und vor Ort die Kinder mit neuen Erzählmethoden an diese herangeführt. Dafür nutzten sie sowohl das Kamishibai-Theater, wie auch diverse Zaubertricks die nicht nur die Schüler, sondern auch die Lehrer begeistert haben.

Vorstellung mit dem Kamishibai-Theater
Während der Woche sind Pfarrer Hans Hasken und Andre Bösing parallel zu den anderen Projekten durch die Klassen gegangen und haben den Kindern mit einer Präsentation versucht den Hintergrund von Ewaldi näher zu bringen.
Am Donnerstagvormittag haben wir dann noch unter der Leitung unseres Chefkochs, nach dem der Möhrenengpass überwunden wurde, für alle einen schönen Deutschen Eintopf, inklusive 180 mitgebrachter Mettwürstchen, gekocht, der auch allen sehr gut geschmeckt hat.

Chefkoch Walter und sein Kochteam
Abends wurde dann wie jedes Jahr St. Martin gefeiert (besser zu früh als zu spät). Damit hat sich die Vorbereitung, die schon die ganze Woche von einer Projektgruppe erledigt wurde, für diesen wunderschönen Abend gelohnt. Das St. Martin Schauspiel lief reibungslos ab, es wurde gesungen, die gebackenen Kekse wurden, ganz nach St. Martin, geteilt und am Ende wurden die gebastelten Laternen stolz bis ins Nachbardorf getragen.
Vorbereitungen für St. Martin
Lantern, Lantern, Sun and Moon and Stars
Am Samstag stand dann die langersehnte 10 jährige Jubiläumsfeier der Ewaldi Community School an. Morgens wurden noch die letzten Vorbereitungen abgeschlossen, bevor dann endlich die Gäste eintrudeln konnten. Jeder der Anwesenden hatte sich herausgeputzt, die Väter, die Mütter (im traditionellen Gomes), die Community-Mitglieder, die Lehrer (in ihren neuen Uniformen), wie auch unsere Schüler und andere geladene Gäste.

Die Lehrer in ihren neuen Uniformen
Gestartet wurde mit einem Gottesdienst gefolgt vom sonstigen Programm. Dieses bestand aus verschiedenen Reden z.B. von unseren Schuldirektoren, aber auch von politischen Vertretern. Zwischendurch gab es noch Unterhaltung durch die MDD-Gruppe, deren wochenlanges Proben für jeden sichtbar war. Außerdem wurde noch der neue Bereich des Schlafsaals eingeweiht und die Statue, die zur Feier des Jubiläums erstellt wurde, enthüllt. Nach dem Programm gab es dann ugandisches Essen für alle Gäste, welches teilweise in einer ugandisch-deutschen Kooperation am Vortag gekocht wurde. Zum Abschluss des Tages wurde dann die Bühne für alle geöffnet was natürlich jeden, insbesondere die Kinder, zu einer Tanzparty motivierte. Somit ist die Feier dann noch schön ausgeklungen.

Tanzparty zum Abschluss
Der letzte Tag an der Schule für die Gruppe wurde dann als Gamesday genutzt, an dem verschiedene Aktionen für die Kinder angeboten wurden. Von Taschen sticken und bemalen über Kinderschminken und Bastelaktionen bis zu einem großen Fußballspiel war für alle Kinder etwas dabei. Die letzten Stunden an der Schule verbrachten dann alle an einem Lagerfeuer wo gegrillt, sich verabschiedet und zu Steffis deutscher Schlager Musik auch getanzt wurde.

Der Besuch der Bocholter in Uganda war damit aber noch nicht ganz vorbei, weiter ging es zum Murchison Falls Nationalpark. Dort machten wir zunächst eine Safari, bei der der ein oder andere sein Frühstück mutig gegen einen Affen verteidigte und bei der ein Teil feststellen musste, dass eine Safari ohne Guide in Ugandas größtem Nationalpark vielleicht keine gute Idee ist.

Glücklicher Baboon mit seiner Beute
Giraffe im Nationalpark
Auch per Boot wurde der Nationalpark und der Murchison Wasserfall erkundet. Mit Nilpferden und Wildschweinen die nur ein paar Meter vor unseren Hütten grasten verbrachten wir nicht nur aufregende Tage sondern auch Nächte.

Zum Abschluss der zwei ereignisreichen Wochen wurde noch eine Gartenparty bei Stephen und Annet zuhause gefeiert. Danach fiel vielen der Abschied nicht ganz einfach, obwohl der Gedanke daran, Stephen und Annet im November in Bocholt wieder zu sehen, für einige bestimmt tröstlich war.

Bis zum nächsten Mal,
Marie und Sarah


Non-teaching staff, unsere Reise und co

Hallo zusammen,

Inzwischen sind die Ferien vorüber, aber sie wurden für uns, wie auch für das Non-teaching staff und einer handvoll an der Schule verbleibenden Schüler mit einem großartigen Ausflug abgeschlossen. Es ging mit dem „frühen Vogel“, also dem Schulbus, ab in den Süden, nach Entebbe, wo wir dann zunächst mit einem kleinen Motorboot über den Victoria See gesetzt sind. Von dort ging es dann weiter zum Strand, wo alle den Schulstress für ein paar Stunden hinter sich lassen konnten. Abgeschlossen wurde der Tag dann, ohne die Kinder, in einer örtlichen Kneipe, wo wir alle auch einmal in einer lockeren Atmosphäre kennen lernen durften.

Ein Teil des Non-teaching Staffs, ein paar Schüler & Sarah

Zu diesem Non- teaching staff gehören insgesamt sieben Personen.
Da wären zunächst einmal die zwei Metrons, Maama Hilder und Sylivia. Die beiden sind für alle Internatsschüler verantwortlich. Sylivia kümmert sich vor allem um die Mädchen und Maama Hilder ist für die Jungs zuständig Das heißt sie helfen den Kindern dabei ihre Kleidung zu waschen, zu baden und sind generell Tag und Nacht für sie da. Neben diesen Aufgaben kümmern sie sich auch noch um die Hühner, den Schulgarten, das Schulgelände und sie helfen auch mal in der Küche mit.
Des Weiteren gibt es auch noch Davis unseren Koch. Dieser versorgt die Kinder morgens mit Porridge und mittags, sowie abends mit Poscho und Bohnen und an besonderen Tagen zum Beispiel auch mit Reis, Süßkartoffeln oder ähnlichem. Koch zu sein ist hier aber ein wahrer Knochenjob, da es wirklich etwas abverlangt beispielsweise stundenlang einen riesigen Topf mit Poscho umzurühren.
Außerdem kommen noch die beiden Security Guards, Robert und Dismas dazu, die wie der Name schon sagt für die Security sorgen, aber auch bei allem was sonst auf dem Gelände oder im Garten ansteht mithelfen.
Eine weitere wichtige Person ist Johnny, der Mann für alles, dessen Berufsbeschreibung „Cleaner“ nicht annähernd wieder gibt, was er hier leistet. Zu seinem Aufgabenfeld gehört vom gärtnern bis zum bauarbeiten alles was auf dem Gelände so ansteht.
Last but not least wäre da noch William, der Schuladministrator, dessen Aufgabenfelder wohl den Umfang hier sprengen würden. Allgemein kann man sagen, dass er zum großen Teil für die organisatorische Arbeit und die Ausführung dieser, die Community-Arbeit, die Sponsoren, die Kinder, sowie uns Freiwillige verantwortlich ist. Er hat ebenfalls den oben genannten Non-teaching Day organisiert, der drei mal im Jahr stattfindet, damit auch das Non-teaching staff mal aus dem Schulalltag rauskommen kann.


Der Einstieg in das dritte Schulterm verlief dann für die Kinder, genauso wie das Ende des vorherigen Terms, mit Exams. Diese „Beginning of Term Exams“ sollen den Lehrern einen Überblick darüber geben, wie die Schüler ihre Ferien genutzt haben. Wir haben uns dann auch so langsam wieder in unseren Schulalltag eingefunden, also unterrichtet, den Lehrern geholfen und teilweise sogar eine ganze Klasse der Nursery eigenständig übernommen.

Unsere Babyclass
Wenige Wochen später wurden wir aus diesem Alltag dann schon wieder für ein paar Tage herausgeholt. Es kamen nämlich David, der Vater der ehemaligen Freiwilligen Clara, zusammen mit seiner Freundin Katja zu Besuch. Für die beiden stand dann eine aufregende Woche an, an der wir zu unserer Freude teilnehmen durften. Die beiden haben sich einerseits die Schule angeschaut, wo sie von der MDD Gruppe (Music, Dance & Drama) und dem Chor mehr als nur freundlich begrüßt wurden, andererseits wollten sie mehr von Uganda erkunden. Organisiert wurde die Reise von Stephen, unserem Gastvater, Schuldirektor und Hobby-Reiseleiter. Gestartet sind wir in Entebbe, um uns den Botanischen Garten anzuschauen und um auf recht abenteuerliche Weise mit einem Boot zur Ngamba Island zu fahren, wo die Schimpansen schon auf uns warteten.

Schimpanse beim Abendbrot
Daraufhin ging es Richtung Süd-Westen Ugandas, wo wir uns den Zwischenstopp am Equator und die nicht wegzudenkenden Touristen-Bilder nicht entgehen lassen konnten.

Touris on Tour
Nach circa neun Stunden Autofahrt haben wir dann den Queen Elizabeth National Park erreicht. Dort konnten wir bei einer Safari viele Tiere, wie Nilpferde, Springböcke, Büffel, Elefanten, Affen und sogar das Ohr eines Löwens sehen.
Die erste Safari


Bootsafari
Mit Affen ging es dann auch weiter, zumindest für Katja und David die im Bwindi National Park das Gorilla Tracking mitgemacht haben. Unser letztes Ziel der Reise war dann der Lake Bunyonyi, ein See an der Grenze zu Ruanda, dessen zahlreiche Inseln wir bei einer Bootstour entdecken konnten.
Auf dem Lake Bunyonyi


Nach unserer Reisewoche waren wir dann auch froh wieder an der Schule zu sein und unsere gewohnten, wie auch neue Aufgaben erfüllen zu können und bei den Vorbereitungen für unsere Besucher, sowie für die 10-Jahre Jubiläums Feier, mithelfen zu können.

Backe. Backe Kuchen


Obstparty
Bis zum nächsten Mal,
Sarah und Marie