 |
Sonnenaufgang aus dem Auto |
|
|
 |
Wir mit Leticia am Äquator |
Wer hätte gedacht, dass wir 27 Stunden
Autofahrt auf
einer engen Rückbank Richtung Tansania überleben
würden? Wer hätte gedacht, dass wir uns zwei Tage nur von Keksen
und Chips ernähren können? Wer hätte gedacht, dass man auf einer
Safari im Ruaha Nationalpark Giraffen, Elefanten, Affen,
Wasserbüffeln, Nilpferden und Löwen so nahe kommt, dass man
befürchten muss, als nächster Mittagssnack zu enden? Und wer hätte
gedacht, dass der Begriff „Zebra crossing“ auch eine ganz andere
Bedeutung haben kann?
Also wir zumindest bis vor einer Woche
nicht, aber jetzt sind wir schlauer: Donnerstagmorgen um fünf Uhr
starteten Stephen, Annet, Leticia und wir unsere Fahrt zum Jubiläum
des Iringa-Projektes in Tansania. Bevor es überhaupt richtig losging
machten wir schon einige Pausen: um Jemanden aus dem Vorstand der
Ewaldi Community School einzusammeln, der zunächst etliche Trommeln
(das Geschenk an die Schule in Iringa) auf dem Autodach befestigte
und es danach auf der engen Rückbank zu dritt kuschelig werden ließ,
um einen Ölwechsel zu machen, Sim-Karten zu kaufen und Fotos am
Äquator zu machen. Als wir dann am Freitagmittag gegen 14 Uhr nach
einer Ewigkeit im Auto und wenig Schlaf (vier Stunden im Hotel) zu
spät bei der Jubiläumsfeier erschienen, wurden wir freundlichst
begrüßt und bekamen sogar das Kompliment, wir sähen „ja richtig
frisch aus“. Danke für das Kompliment – wir gehen darauf an
dieser Stelle nicht näher ein.
Eingeladen als Partnerschule der
tansanischen St. Dominic Savio Pre-Primary School durften wir an der
unterhaltsamen Veranstaltung teilnehmen und mussten auch gleich auf
die Bühne, um die Trommeln zu überreichen. Im Anschluss an die
Feier gab es dann lang ersehnte Festessen und danach machten wir uns
auf den Weg zum Haus der Iringa-Freiwilligen, in dem wir für die
nächsten drei Tage mit den Sumbawanga-Freiwilligen und Ehemaligen
wohnen und einiges erleben durften.
Samstagmorgen hieß es (wieder nach nur
wenigen Stunden Schlaf) früh aufstehen und auf Safari-Tour gehen –
gemeinsam mit unserem ugandischen Team und der
Sumbawanga-Freiwilligen Judith. Und für das frühe Aufstehen
wurden wir reichlich belohnt: Mit Giraffen, die direkt an unserem
Safari-Wagen vorbei liefen, Elefantenherden und sogar Elefantenbabys,
die ungelenkig ihren Müttern hinterher stapften, Nilpferden, die
faul im Wasser lagen, Löwen, die sich nach ihrem Mittagessen im
Schatten ausruhten und denen wir so nahe kamen, dass wir ihren
dicken, voll gefressenen Bauch sehen konnten, Impalas, Kudus,
Krokodile, Affen, Erdmännchen, Wildschweine und vieles mehr. (Nicht
zu vergessen natürlich die kleine Babykatze).
 |
Giraffen hautnah |
 |
Safari-Highlight ;)
 |
Mit Einbruch der
Dämmerung fuhren wir mit dem Jeep zurück zum Freiwilligenhaus. Dort
war schon die Geburtstagsparty von Lucas, einem der vier
Iringa-Freiwilligen, im vollen Gange, die uns später in einen Club
führte und schließlich mit einer Pickup-Nachtfahrt mit über zehn
Leuten endete.
Am nächsten Tag schlenderten wir durch
Iringas Straßen, die im Vergleich zu Ugandas Straßen echt angenehm
ruhig und leer waren, erkundeten Marktstände und besuchten das
Waisenheim, in dem die Freiwilligen unter anderem arbeiten.
Montagmorgen begleiteten wir die Freiwilligen zur Schule und guckten
uns noch ein wenig die Stadt an, bevor wir uns fluchtartig auf den
Rückweg nach Uganda machten. Der Präsidentschaftskandidat war
nämlich auf dem Weg nach Iringa und die Straßen sollten gesperrt
werden. Und wer hätte gedacht, dass wir den Rückweg auch noch
überleben würden...
Schließlich kamen wir Dienstagnacht
wieder in unserem Zuhause an – mehr oder weniger fix und fertig
(Clara schaffte es in der Nacht noch, ihre ganze Wäsche zu waschen,
während Greta längst tief und fest schlief).
Unser Fazit: Trotz der weiten Fahrt hat
sich die Reise auf jeden Fall gelohnt! Wir haben eine sehr schöne
Zeit mit den anderen Freiwilligen und Ehemaligen verbracht, viel
erlebt und freuen uns jetzt schon darauf, bald wieder nach Iringa zu
kommen!
Have sun and fun!
Clara und Greta
 |
Kochen im Freiwilligenhaus in Iringa |
 |
Gruppenfoto mit den Iringa-Freiwilligen und Sebastian und Joana |
 |
Unsere Safari-Gruppe
|